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Parking lot stories#2

Jaime´house @Volkstheater Wien, Steirischer Herbst, Uppsala shortfilmfestival, Frauenfilmfestival Köln/Dortmund, saasfee Frankfurt

We are invited to create a 22h radio show for the Capital of Culture Esch, Luxembourg.
Gavois Klöfkorn are two artists with a visual approach to sound and radio.   
Walking in sound.  

We start in our studio at the end of the new Silk Road.   
Do you hear the picture ¿                                          

https://www.youtube.com/watch?v=CixwNdEzUTg

“residency for soundart” Tilburg NL Summer 2022

We are super excited to announce the radio show Do you hear this picture ¿

– a musical radio piece made from soundchecks
broadcasted September 1, 14:00 – September 2, 12:00 CET,

Please join us at Radio Art Zone, where you can stream the show. There will also be a live chat room during the full show (kindly provided by ∏Node) on the front page of Radio Art Zone, where everybody is welcome to mingle in.  SEE THE EXACT TIMETABLE BELOW! 🙂
We will be in Esch-Zur Alzette, during these days so please let us know if you are around to meet up. There is a public welcoming at the studio at Bridderhaus, 1, rue Léon Metz, L-4238 Esch-sur-Alzette

Thursday: 16-19h
Friday: 10-12h

Looking forward to seeing you again!

Bisous!

Marie and Michel

If you are into fragmented sounds, unfinished pieces of music, musicians tuning their instruments, adapting their style to a room (tone), preparing themselves to face another audience , sometimes nervous and tense or excited, funny or drunk, playful and highly concentrated, who are all great artists, and you consider sound checks themselves musical works…

Then you are going to love: Gavois Klöfkorn‘s presentation of a musical radio piece made from soundchecks; an intimate glance behind the scenes, another angle on music-making and concerts from over 70 soundchecks by bands, ensembles, musicians, artists, and composers.

Making use of the microphones like others would use video cameras; Gavois and Klöfkorn carefully choose what to record, and time when and how they change the angles and physical perspectives of their recordings. Picking up details like fingers drumming on the keyboard of an organ, or the sound of a pick flicking across the strings of an un-plugged electric guitar, seagulls attacking trombones, and other ambient sounds merging and complimenting the acoustic environment beyond the instruments and musicians.  

The recordings were made at more than 70 soundchecks by bands of all kind, in venues from; open air festivals, pedestrian tunnels, boats, punk clubs and concert halls. Across Europe in D, B, NL, SE.

Broadcasting timetable.

September 1, CET

14:00 _Blanco Teta 

14:16 _Schlammpeitziger

14:20 _Sascha Brosamer

14:45 _De Stoeltjes

14:56 _Stina Fors 

15:10 _Moral Bombing _ Cryptborn Horror

15:27 _Tintin Patrone

15:33 _Converge 

16:13 _ Leslie Graves_ Toby Goodshank _ Ben James Wood_ Boo Hoo 

16:33 _Sofia Jernberg & Resonanz Ensemble

17:17 _Mouse on Mars

18:06 _Rotterdam Presenta

18:36 _Les Marquises

19:00 _Lightning Bolt 

19:30 _Laila Sakini

19:53 _The Bat Effect_ Rym Nouioua & Sascha Brosamer

20:11 _Moor Mother_ Olof Melander

20:31 _Nuances d’engrais_ SexToysNoise

20:43 _Fatigue Suspecte 

21:00 _Horse Lords 

21:21 _Das Kinn _ Hildegard von Binge Drinking

22:23 _J. Zunz 

23:04 _Dezeffe _ Moineau Ecarlate _ Somaticae_ Stakattak

September 2 CET

00:01 _ Begayér _ Sourdure

01:02 _ Rosa Vertov

01:35 _ Zbigniew Chojnacki

01:53 _ Nika Son

02:17 _ Tolouse Lowtrax

02:36 _ Deutzer Brücke 

03_01 _ Julia Bünnagel

 

03:37 _ Bloedneus & de Snuitkever

03:45 _ There Are No More Four Seasons

03:57 _ Marc Alberto_ João Orecchia

04:19 _ Planet Maus

05:10 _ Hard Rock Festival

05:56 _ Wedding Party

06:30 _ Panda Fort

06:23 _ Daniel Voigt

06:54 _ Echo Ho

07:01 _ Senyawa 

07:22 _ Arrington d’Dionyso

07:44 _ Quartabé

08:13 _ Achim Zepezauer 

08:22 _ Maria Portugal_ Udo Moll _ Luis Negron

09:05 _ Hard Boiled Wonderland

09:32 _ Midi

09:45 _ Nina de Heney_  Isidora Edwards_ Frauke Berg_ Timo Hein

10:09 _ RE _Loré Lixenberg, George Kentros, Mattias Petersson

10:21 _ Tintin Patrone

10:28 _ Joss Turnbull _ Sharif Sehnaoui

10:43 _ Seppe Gebroeurs

11:00 _ Ståle Storløkken

11:23 _ Duma

°°°°° Thank you, all artists, organizers, bookers;

Intonal Malmö, Roberto N’ Peyre_Fylkingen Stockholm, Tommy De Nys_Kultur-A Liége, Federico Zanatta_ Swamp Bookings, Joe Hatt_ Qu Junktions, Gavin Maycroft_Fasching Stockholm, Schumannhalle Düsseldorf,  Wolfgang van Ackeren_Lokal Harmonie Duisburg,  Bla Bonn, Sebastian Schwenk_Moers Festival, Casper Munk Engelund _MS Stubnitz Hamburg, _Tinnitus Fastival, az Mülheim an der Ruhr, Torsten Kauke/ Georg Klein_Waggon Offenbach am Main, Soundtripps NRW,_Salon des Amateurs, Achim Zepezauer _Mex Appeal Dortmund, LOCH Wuppertal, Resonanz Ensemble _Resonanzraum Hamburg, Monheim Triennale, Philharmonie Harleen, _the crew at OCCII Amsterdam, Peter Daems _Het Bos Antwerpen, Pavilion for Unheard Music Eindhoven, Yvonne McLean, _Dock Zuid Tilburg, Musikgebouw, Amsterdam, Thea of Gifgrond Tilburg, Reiner Komers, Johanna Yasirra-Kluhs, Meryem Erkus _Ebertplatzkonzert Cologne, Dennis Tyfus_Bruismelk Festival De Nor Antwerpen, Halffloor, Volker Zander_Brückenmusik Köln, Stefan Schneider _Kunsthalle Düsseldorf, ∏Node, Federico Zanatta_ Swamp Bookings.

Melting_Paperworks_#2

playlist 1999

Melting_Paperworks_#2

Melting_Paperworks_#2

funded by Brückenstipendium 2021

Wir kommen und gucken uns die neue Straßenbahnlinie an

Ich paddel mit dem Kanu zwei Meter unter der Zivilisation


Bitte erläutern Sie die Durchführung und Ergebnisse Ihrer Recherche- und Entwicklungsarbeiten im Vergleich zum Antrag:
Was wollten Sie tun?
Was haben Sie getan?
Hat sich Ihr beantragtes Vorhaben anders als geplant entwickelt? Wenn ja, warum und wie?
Bitte geben Sie zwischen 1.500 und 3.000 Zeichen ein (inkl. Leerzeichen)
funded by

OMG das war zu kurz. Den ersten Monat des Stipendiums arbeitete ich am Trailer für die Duisburger Filmwoche um den Dokumentarfilmern oder denen, die es noch wahrnehmen  Digitalität und  Sampling auf dem Kinobettlaken vorzuführen. Als jemand, der unter musikalische Animation abgeheftet wird, war es mir wichtig Textflächen zu komponieren,  die direkt zum Selbstgespräch des Zeichens führen.
“Gleichzeitig zeigt der ziemlich grandiose Festivaltrailer, wie sehr die immersive Erfahrung mit den Filmen und Gesprächen auf einen überforderten, rauschhaften inneren Monolog zurückwirft.” Katholischer Filmdienst.
“Ein Teller mit Fastfood demonstriert einmal mehr, dass oben und unten keine brauchbaren Kategorien sind, um sich den Bildern aus Klöfkorns Festivaltrailer zur diesjährigen Filmwoche zu nähern.” Critic.de

Damit  war ich dann bereits mitten im Thema und konnte mich als textbesessen etablieren: Ich kaufte eine digitale chinesische Forelle für 28 Dollar und animierte  sie zwei Wochen lang. So ein, in seinen Bewegungen komplexes Tier will verstanden, nicht gegessen werden. Die Forelle ist schwarz. Ihre Flossen transparent gelb. Das gallertartige Auge blickt ins Nichts.
Da sich die Unterseite des Wassers nicht spiegeln wollte, musste die Forelle kopfüber auf der Wasseroberfläche schwimmen. Parallel dazu skizzierte ich analog und verarbeitete Forellensupermarktverpackungen zu Voodoo-nadelobjekten, die wiederum digitalisiert Sushi-häppchen ähnlich sehen.

Ich habe mich vom Zeichnen weg bewegt, um mich dem Zeichnen zu nähern. Mit Photogrammetry digitalisierte ich einige Häuserzeilen, Parkplätze, eine Kaufhausetage, und Ränder von Flussläufen, Gleichzeitig lud ich bis zu 300 opensource modelle herunter und bereitete einige  für die Weiterverarbeitung in Collagen vor. Favorite download today
„Two game ready brokkoli and the hiking shoes of Woytila“.
Die Vielfalt digitaler Ästhetik hat sowohl meine Sprache, als auch mein Denken verwirrt und bewirkt, das ich mich auf Formales konzentrierte, wie Kamerafahrten, Kamera-perspektiven und Augenabständen zu Objekten im Inneren der VR_Brille. Das Eintauchen in eine digitale 360 Welt, wird mit jeder noch so kleinen Idee komplexer. Man klickt auf einen Button und es öffnen sich Treppen bis in die tiefsten Kellerwinkel des Computers. Die meiste Zeit habe ich am digitalen Unterbau des Films gearbeitet. Ich wollte zeichnen, nein, ich wollte mit Jaques Palminger Tennis spielen. Wissen Sie, ob er noch in Schrift und Bild fit ist? Um die 15 000 png werde ich wohl gerendet haben. Ein schwimmender Bürostuhl vermittelt flüssig das Abtauchen unter die Wasseroberfläche. Beim Auftauchen zieht er die Kamera mit sich in die Höhe. Ich habe nur zu gerne im digitalen Raum das große Orientierungslos gezogen. Will ich mit der VR_brille im Boot, im Einkaufswagen sitzen,  mich beim Sprechen von einer Schlange ersticken lassen, mich wie ein Frosch unter dem Seerosenblatt verstecken, Will ich einmal mehr vor Einsamkeit und Angst erstarren?

Characters entered: 3000
Min: 1500 Max: 3000

Zielgruppen Wen wollen Sie mit Ihrer Arbeit erreichen? Bitte geben Sie bis zu 500 Zeichen ein (inkl. Leerzeichen).

Was hat das alles damit zu tun in einem Kanu zu paddeln, langsam ein Gewässer hinabzutreiben, das Boot in der Strömung zu halten, gar Entspannung zu suchen, sich in Selbstoptimierung zu üben? Ich bin visueller Hysteriker. Ich würde die Unwahrheit sagen, wenn ich nicht zugäbe,  immer schon auf das ganz große Supermarktpublikum geschielt zu haben.  In einer Zeit in der sich gefühlte 20% von der Gesellschaft zu verabschieden beginnen unter die Zivilisation paddeln zu wollen, ist das die Richtung? 

Characters entered: 500
Min: Max: 500

Fortführung: Wie wollen Sie das geförderte Projekt in Zukunft fortführen? (z. B. Präsentation Ihres Projektes durch Ausstellungen, Präsentationen oder Publikationen etc.)

Bitte geben Sie zwischen 500 und 3.000 Zeichen ein (inkl. Leerzeichen).

Gute Frage! Ich werde so lange weiter zeichnen bis ich 4 Meter unter die Zivilisation komme. Das ist nicht nur der bessere Titel, es kommt auch der Wirklichkeit nahe. Hatte ich ja schon in der Bewerbung angekündigt. Jetzt, wo die Leinwand grundiert ist, kann ich die digitale Radierspühdose auspacken, um die Linien weiter zu bearbeiten bis sie etwas Beiläufiges, vom dargestellten Objekt losgelöstes, Ephemeres, zeichnen. Die von Autoscheinwerfern beleuchteten digitalen Gebüsche, Brücken, oder abgeknickten Straßenschildern im Ahrtal kommen meiner Vorstellung von stetig auftauchenden und verschwindenden Zeichnungen schon sehr nahe. Ich habe brilliante, sowohl räumlich, als auch präsente Paddel-, Ruder- und Bootgeräusche auf einer Kanutour im Stockholmer Schärengarten aufgenommen. Diese klingen auf jedem Auto- oder Bluetooth_lautsprecher sensationell und werden den Film zusammen mit meiner Stimme tragen. 

Der Investor kegelt in die Baulücke

Plötzlich erinnern räumlich gescannten Zeichnungen von Einkaufswagenschatten an Dubuffet, verdammte Kunstgeschichte, ich sehe die Unterseiten von Seerosenblättern. Ist das nicht blödsinnige Illustration zu keinem Thema? Ich bin doch nicht Monet, what a swap. Cringe. Tagebuchaufzeichnung 2013 “News from the swamp.” Insekten in den Kartons der Flugzeugpapayas, asiatische Flusskrebse zur Untermiete an den Schiffscontainern. Wenn es in den Zeichnungen regnet schraffiert sich das Bild von selbst. Drei aquarellierte Ratten oder Mäuse treiben unter der Wasseroberfläche, kämpfen um ihr Überleben. Constraint based drawing? Das ist kein Wasser, das ist ein Proxy. Die Silhouette eines Vogels landet auf dem Arm seines Trainers, brav, favorite download today? Eine Klimaanlage aus Taiwan. “

Ich warte hier solange bis ein Wohnwagen vorbei schwimmt.” Hochwassertourismus, Fußbälle und Kühlschränke tanzen im Strudel der Schleuse. Zeichnen nach Zahlen: Du zeichnest einen Strich, schickst ihn durch den Rechner, nach 14min zeigt er sich in der Brille. Wie sich seine Hände im Wireframe_netz verkrallen, verzweifelt dort gefangen hängen, klammern. Man weiss nicht ob er fischt, oder gleichzeitig Beute ist. Als die Pandemie begann schrieb ich: “Wollen wir in dem selben Alptraum aufwachen, in dem wir gerade einschlafen?” Wollen wir nicht. Ausstellen, ja klar. Die 3d-Brille von der Decke baumeln lassen, ja klar. Auf Festivals einreichen, ja klar. In Wettbewerb mit anderen Künstlern treten, nein danke. Persönliche Handschrift? Ein wiedererkennbares Oeuvre? Die Zeiten sind vorbei. So mancher berühmte Künstler verwandelt sich gerade in eine App. Deutscher online Wettbewerb- Cringe. Mich an den letzten Knopf meines Jackets klammern und dabei quadratisch gucken, nein danke. Ich sehe überall Quadrate, soviel Quadrate kann man gar nicht zeichnen. Viele davon sind auch Köpfe.

“Hast Du gesehen, es wachsen Bäume aus den Häusern.”

“Ich paddel mit dem Kanu 2 Meter unter der Zivilisation.”

Characters entered: 3000
Min: 500 
Max: 3000

I don´t want to talk:

Sushi_forelle